Die Stadt > Alter und Neuer Markt
Hier, am Alten Markt, schlug das Herz der Stadt über Jahrhunderte: Potsdam empfing seine Besucher, die vom Bahnhof über die Lange Brücke kamen, gleich mit seinem Stadtschloß am Wasser. Es ist fort, über seinem Grundriß liegt heute eine der verkehrsreichsten Kreuzungen der Stadt. Den Bombenangriff am 14. April 1945, dem so vieles unwiederbringlich zum Opfer fiel, hat es – stark beschädigt – überstanden. Die Zerstörungswut der DDR nicht: 1960 wurde es abgerissen. Dieser Platz ist die größte Wunde der Stadt und war doch einmal reine Schönheit:
“…von dort, vom Vorhofe des Stadtschlosses aus, hat man vielleicht das schönste Traumbild der Architektur in dem Spiel und der Harmonie dieser drei Kuppeln zueinander, in den Schwingungen und Lösungen der Linien, das mir im Norden überhaupt bekannt ist.” *
Der Neue Markt—hinter dem Marstall gelegen, der heute das Filmmuseum beherbergt—ist dagegen ein Trost: Fast alle Häuser sind inzwischen saniert, der frühere Kutschstall des Stadtschlosses ist zum Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte geworden, und ein mutiger Neubau hat eine Lücke geschlossen. Dieser Platz ist ein intimer Traum, der immer mal wieder von Filmteams als Kulisse benutzt wird.
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