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Das Potsdamer Weblog preußischblau: Aktuelles aus Potsdam und Notizen einer Stadtführerin.
24. Dezember 2009
Frohe Weihnachten und eine Abwesenheitsnotiz
Ihnen allen frohe und gesegnete Weihnachten und einen guten Start in das Neue Jahr!
Die Stadtführerin macht Urlaub und ist außer Landes, ja sogar auf einem anderen Kontinent. Mein Jahreswechsel wird sechs Stunden nach dem Ihren in Deutschland stattfinden, so verlängert sich also mein Jahr 2009 um ein paar Stündchen.
Am 18. Januar bin ich zurück und nehme gern Ihre Anfragen für Stadtführungen 2010 entgegen. Seltsam ist das, an diese Schreibweise muß ich mich erst gewöhnen: 2010, 2010, 2010... Praktischerweise lautet meine Festnetz-Telefonnummer 2010607, Vorwahl Potsdam 0331.
Labels: Hinweise, Weihnachten
2. Dezember 2009
Potsdamer Geschichte aus der Sicht der Stasi
Stasiland Brandenburg - dieses Wort geistert herum. Warum das so ist, weiß jeder von Ihnen aus den Medienberichten über die rot-rote Koalition in Brandenburg und die Enthüllungen über ehemalige Stasi-Spitzel in der Linkspartei. So weit, so schlecht.
Mir fiel dabei dieser Tage ein, daß ich hier einmal einen Literaturtipp geben könnte, der für Potsdam-Besucher, die sich für das Thema interessieren, nützlich wäre:
Mit tschekistischem Gruß - Berichte der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Potsdam im Zeitraum Juli 1988 bis November 1989. Hrsg.: Reinhard Meinel/Thomas Wernicke, Verlag Edition Babelturm, Potsdam 1990.
In dieser Publikation, die meines Wissens nach nur noch antiquarisch (auch online!) zu erhalten ist, finden sich also keine Bespitzelungsberichte über einzelne Personen, sondern Berichte bzw. "Vorgangsakten" der Stasi über "Vorkommnisse" in Potsdam aus der letzten Zeit der DDR. Unter anderem z.B. auch ein Bericht über das erste Pfingstbergfest im Juni 1989, das u.a. auch von Matthias Platzeck, dem heutigen Ministerpräsidenten Brandenburgs mit initiiert und vorbereitet wurde.
Man lernt beim Lesen viel über die Sichtweise der Staatssicherheit, was sie für gefährlich hielt, wie stark diese Organisation überall präsent war und mit welch zum Teil peinlicher Akribie z.B. die Kleidung der Protagonisten protokolliert wurde. Und ja, es wird einem öfter übel dabei...
In der Danksagung der Herausgeber am Anfang des Buches finden Sie auch meinen Namen. Ich habe nämlich im Frühjahr 1990 die Texterfassung dieser Stasi-Vorgangsakten erledigt. Ich lief jeden Tag nach der Arbeit und an zwei Wochenenden zu dem kleinen Verlag, und schrieb die Stasi-Akten ab. Mein Honorar war zwar eher symbolisch, aber das störte mich nicht, ich wollte helfen, dieses Buch herauszubringen.
Was mich allerdings sehr bei der Arbeit störte, war dieser Wechsel aus Übelkeit und Wut, dem ich beim Schreiben ständig ausgesetzt war. Bei einigen der in den Akten beschriebenen "Vorgänge" wie bei dem erwähnten Pfingstbergfest war ich selbst dabei; und hier fand sich nun in übelstem Stasi-Deutsch jedes kleine Detail wieder.
Ich kämpfte mit diesen Texten und mit meinen Gefühlen, und weil die Mitarbeiter des Hauses das merkten, wurde ich von ihnen so liebevoll wie möglich betreut: Ich bekam so viel Kaffee wie nötig war, um meine stundenlange Konzentration am Leben zu halten, es gab Kekse und Schmalzbrote und Schokolade und jede Menge aufmunternde Worte. Manchmal mußte ich den Raum verlassen und platzte mit meiner Wut in gerade laufende Konferenzen hinein. Da aber alle wußten, wie es mir ging mit meiner Arbeit, ließen sie sofort alles stehen und liegen, um mich zu trösten. Wir fanden sogar zu einer Abmachung, daß ich jederzeit von jedem Anwesenden eine sofortige Umarmung einfordern konnte...
Lesen Sie dieses Buch, und Sie werden verstehen, warum es auch im Stasiland Brandenburg Leute gibt, denen es heute noch schlecht wird, wenn wieder einmal ein gewählter Volksvertreter als früherer Stasi-Spitzel enttarnt wird. Und ja: Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts.
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29. August 2009
In eigener Sache: Zensur oder nicht Zensur, das ist hier die Frage!
Aus seltsamerweise gegebenem Anlaß habe ich mich heute an etwas erinnert gefühlt, was ein preußischer König wohl einmal gesagt bzw. erlassen hat: Die Presse soll nicht genieret werden! Oder so ähnlich. Ich müßte es nachschlagen, dazu habe ich aber gerade keine Lust...
Nun bin ich ja nicht die Presse. Und auch diese Website ist kein journalistisches Produkt, sondern die Website einer selbständigen Stadtführerin in Potsdam. Und dieser Bereich meiner Website, in dem wir uns gerade befinden, ist der Ort, an dem ich von meinen Erlebnissen berichte, über Dinge aus Potsdam schreibe, auch einmal Hinweise auf bestimmte Höhepunkte gebe oder einfach Eindrücke festhalte. So weit, so gut, so frei.
Das ist das Stichwort: Ich bin frei in meiner Äußerung; ich schreibe hier, was ich will und möchte. Ich muß bei niemandem Erlaubnis einholen und mich vor niemandem rechtfertigen. Es ist selbstverständlich, daß ich die Anonymität meiner Kunden wahre (es sei denn, sie haben anders entschieden) und mich ganz allgemein an die Regeln des Anstands halte.
Aber ich lasse mir von niemandem hereinreden und schon gar nicht zensieren. Wenn jemandem meine Äußerungen hier nicht gefallen, dann kann er oder sie mich ansprechen und wir reden darüber. Nur sollte ich, die ich als 14jährige das erste Verhör mit der Staatssicherheit der DDR über mich ergehen lassen mußte, niemals mehr hören müssen: Löschen Sie das! Widerrufen Sie! Das ist schädlich!
Auf diesem Ohr war ich schon damals taub und ich bin es heute noch. Und stolz darauf! Es lebe die freie Meinungsäußerung - zum Wohl!
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17. Juli 2009
Stadtführerin im Urlaub!
Vom 18. Juli bis 3. August bin ich im Urlaub, werde wohl (hoffentlich!) kaum dazu kommen, meine Mail zu lesen, habe zwar das Telefon dabei, weiß aber nicht, ob ich es nicht doch ausschalten sollte...
Ich bitte also herzlich um Verständnis, wenn Ihre Anfragen etwas länger als sonst auf Antwort warten müssen.
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4. Juli 2009
Der Blick der Engel
Diesen wunderbaren Blick auf das Alte Rathaus, das Fortunaportal mit der Baustelle des neuen Landtages und ringsherum auf die ganze Innenstadt werden ab 17. Juli alle Besucher der Nikolai-Kirche genießen können, die bereit sind, pro Person fünf Euro (gut angelegtes Geld!) und ein bißchen Überwindung für die Passage durch das wirklich enge Treppenhaus zu investieren.
Sie werden mit den drei betenden und dem einen segnenden Engel, die auf den vier Ecktürmen der Kirche stehen, auf die Stadt hinunter blicken und wahrscheinlich überrascht sein. Denn von hier oben, aus 42 Metern Höhe ist sehr deutlich zu sehen, wie stark Potsdam in seinem alten Zentrum sein Gesicht verändert hat. Lassen Sie sich überraschen!
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16. Juni 2009
Ritter auf der Insel
"Wer zur Hochblüte des Rittersporns die Freundschaftsinsel in Potsdam nicht besucht, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen!" So sprach ein befreundeter Gärtner neulich, und der Mann hat recht!
Die Insel ist natürlich zu jeder Jahreszeit schön, selbst im Winter, aber im Moment ist diese gärtnerische Prachtentfaltung einfach unfaßbar. Alles blüht um die Wette, die Gärtner werkeln an den Beeten, die Bewohner der nahegelegenen Seniorenresidenz sitzen auf den Bänken und blicken selig, auf dem schönen Spielplatz sitzen die Mütter mit einem Kaffee in der Hand und einem wachen Auge auf ihren Nachwuchs beisammen, ein paar Leute haben sich Ruderboote geliehen und winken vom Wasser, und die Spatzen am Inselcafé fressen den Kindern die Brötchenkrümel aus der Hand.
Und dieses ganze Sommerglück liegt direkt neben dem Hauptbahnhof und der derzeit größten Baustelle Potsdams am Alten Markt, weitgehend unentdeckt von Touristen.
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4. Februar 2009
Kein Ruhmesblatt, aber am authentischen Ort
Da ich demnächst eine Gruppe junger Leute in die Potsdamer Ausstellung zum 20. Juli 1944 begleiten soll, habe ich mich heute selbst noch einmal umgesehen. Um es gleich vorweg einzuräumen: Diese Ausstellung ist kein Ruhmesblatt für die Stadt und das Potsdam-Museum, zu dem sie nämlich gehört.
Immerhin befindet sich die Ausstellung an einem authentischen Ort des Widerstands, in der früheren Kaserne des Infanterieregiments Nr. 9 in der heute nach Henning von Tresckow benannten Straße (früher Priesterstraße). Das Gebäude, in dem heute das brandenburgische Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung untergebracht ist, wurde auch sehr schön saniert, und der alte Leitspruch des Regimentes "Semper talis" schmückt den gläsernen Eingang. Aber die Ausstellung selbst befindet sich am Ende eines langen Ganges im Sockelgeschoß und ist - na, sagen wir es offen - ärmlich. In kleinen Räumen gibt es ein paar Schautafeln mit viel Text; und die Tafel mit der Auflistung der Häuser in Potsdam, in denen die Widerständler lebten, ist sehr unübersichtlich, der danebenhängende Stadtplan, in dem die Orte eingezeichnet sind, ist für Ortsfremde auch nicht gerade hilfreich. Denken Sie sich an dieser Stelle einen tiefen Seufzer der Stadtführerin, der das ganze auch peinlich ist, denn schließlich ist sie ja Mitglied im Förderverein des Potsdam-Museums...
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Offiziell ist diese Ausstellung, die keinen Eintritt kostet, nämlich nur zu den Bürozeiten des Ministeriums geöffnet, also montags bis freitags von etwa acht bis achtzehn Uhr. Aber der besonders nette Wachmann an der Pforte (Sie müssen übrigens klingeln, um dann aber sofort eingelassen zu werden!) erzählte mir, daß er auch am Wochenende die Touristen, die den Ausstellungsort gefunden habe, ins Haus einläßt. Wie das? Na, sagt er, wir sind doch sowieso immer hier, das Objekt wird rund um die Uhr bewacht von uns, da lasse ich doch die Leute nicht draußen vor der Tür stehen, bloß weil Sonntag ist!
Eine weitere nette Begegnung hatte ich auch noch: Als ich das Gebäude betrat, wechselte gerade der Minister ein paar Worte mit dem Wachmann. Ach, guten Tag, Herr Minister, grüßte ich, denn das gehört sich so, wenn man den Hausherrn antrifft. Er grüßte sehr freundlich zurück und ich fragte: Ja, begrüßen Sie denn alle ihre Gäste persönlich an der Pforte? Leider ließe das sein Terminplan nicht zu, entgegnete er lachend und entschwand. Wie schon erwähnt: Semper talis steht über der Tür...
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26. Januar 2009
"Wer Geschichte nachbaut, muss ihr treu sein"
So lautet die Überschrift eines Artikels der FAZ zum Neubau des Landtages Brandenburg, der ja nun zumindest äußerlich in der Gestalt des alten Potsdamer Stadtschlosses erbaut werden soll.
Sehr interessant! Und der perfekte Nachtrag zu meiner Führung von gestern nachmittag, wo wir auch lange über dieses Thema gesprochen hatten. Der Link zu dem Artikel kam von einer Teilnehmerin dieser Gruppe - vielen Dank dafür!
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11. November 2008
"Meine Vorfahren haben sich nicht so frei bewegen können wie ich."
Von meinen Gästen werde ich mitunter gefragt, wie es denn das Haus Hohenzollern mit der demokratischen Staatsform Deutschlands halte? Die Antwort darauf ist einfach - aber Sie können ja selbst einmal nachlesen: In der Zeitschrift Cicero gibt es ein aktuelles Interview mit dem Chef des Hauses, Georg Friedrich Prinz von Preußen.
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28. August 2008
Potsdam in alten Filmen
"Potsdam wiederentdeckt - Historische Filmschätze von 1910 bis 1959" heißt die DVD, die es jetzt endlich zu kaufen gibt! Wer alte Fotos von Potsdam kennt, weiß, was Potsdam durch die Zerstörungen im 20. Jahrhundert an wunderbarer Bausubstanz verloren hat. Und wenn man sich nun die alten Filmbilder der Stadt ansieht, möchte man am liebsten sofort einem der Vereine beitreten, die sich für die Wiedergewinnung dieser Schönheit einsetzen...
Mehr Informationen über die DVD, darunter auch einen Trailer, gibt es auf der Website Filmschätze Potsdam. Dort kann man die DVD, über deren Entstehung Günther Jauch den Schirm gehalten hat, auch direkt bestellen. Denken Sie daran: Weihnachten kommt immer so schnell!
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24. Juni 2008
Aufruf an alle Mitglieder der Familie Tummeley und Nachfahren
Bitte melden Sie sich bei mir! Warum? Weil durch meinen Beitrag vom 4. März 2006 auf dieser Website (etwas nach unten scrollen) sich schon einige Tummeleys bzw. Menschen, die einen Vorfahren mit diesem Namen haben, bei mir gemeldet haben. Durch diese Kontakte ist es jetzt schon zu einer Vernetzung von Familienmitgliedern gekommen, die sich noch nicht kannten und für ihre Geschichte und Herkunft interessieren; darüberhinaus melden sich auch Leute bei mir, die sich aus wissenschaftlichen und historischen Gründen für die Familie Tummeley interessieren.
Ein Mann, der den Namen Tummeley noch trägt und sehr aktiv Familienforschung betreibt, hat sich bereiterklärt, die zentrale Anlaufstelle für die Ahnenforschung der Familie zu sein und mit jedem sein profundes Wissen und die hochspannenden Erkenntnisse zu teilen, die er besitzt. Alle eMails, die bei mir eingehen, werde ich an ihn weiterleiten - aus Diskretionsgründen jedoch seine eMail-Adresse hier nicht direkt nennen.
Darüber hinaus habe ich mein durch die Kontakte mit der Familie gewonnenes Wissen dem Förderverein des Potsdam-Museums mitgeteilt (dessen Mitglied ich mittlerweile auch geworden bin). Das Erstaunen und die Freude über so viel unverhofftes neues Wissen über die Familie Tummeley, der eine wichtige Rolle in der Potsdamer Stadtgeschichte zukommt, hat zu der Idee einer Ausstellung über die Tummeleys in Potsdam geführt, die wir in der kommenden Zeit weiter verfolgen werden. Diesbezüglich wären der Förderverein, das Potsdam-Museum und natürlich auch ich sehr dankbar, wenn sich weitere Familienmitglieder bei mir melden würden und vielleicht sogar über alte Fotos, Bilder, Dokumente u.ä. verfügen, die Teil dieser Ausstellung werden könnten...
Also, sehr geehrte Tummeleys und Nachfahren da draußen: Melden Sie sich, schreiben Sie eine eMail an
kontakt@visit-potsdam.de
Und stellen Sie sich vor, wie spannend die Erkenntnisse, die wir so zusammenführen, für die nächste Generation sein werden!
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29. April 2008
Das Potsdamer Wassertaxi
Im zweiten Jahr seiner Existenz hat das Wassertaxi schon Zuwachs bekommen: Zwei Wassertaxen verkehren nun regelmäßig durch die Potsdamer Kulturlandschaft und schaffen eine "flüssige Verbindung" zwischen dem Volkspark Glienicke und dem Forsthaus Templin.
Insgesamt 13 Stationen werden dabei miteinander verbunden, an manchen Stellen funktionieren die Wassertaxen dabei wie kleine Fähren, man kann aber auch die ganze Strecke fahren und dabei - ein unschätzbarer Vorteil - die Fahrräder mitnehmen. So könnte man zum Beispiel von einer Station der Innenstadt bis zum Forsthaus, der Braumanufaktur fahren, dort die flüssige Verbindung mit etwas ebenfalls Flüssigem begießen und dann beschwingt mit den Rädern immer am Wasser entlang zurück nach Potsdam fahren. Oder eben anders herum: Erst Radfahren, dann mit dem Boot fahren, falls nach dem Begießen kein Radeln mehr angeraten zu sein scheint...
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5. November 2007
Die Potsdamer Bastion
Wiederaufbauprojekte gibt es in Potsdam viele, und Potsdam hat auch viel Bedarf daran. Etwas abseits der üblichen touristischen Routen liegt die Bastion:
2005 gründete sich ein Verein, der die Geschichte der Siedlung am Schillerplatz und der Bastion bewahren will. Am Ende der Schillerstraße wurde 1938 ein rundes Bauwerk mit Freitreppen und Aussichtsplattform gebaut. Im Innern verbarg sich ein Pumpwerk, welches die Grünflächen der Siedlung mit frischem Havelwasser versorgte. Die Anwohner nannten dieses Bauwerk "Bastion" in Anlehnung an die Bauweise, denn es glich einer kleinen Befestigungsanlage.
Da die Bastion im Laufe der Zeit verfiel und in Vergessenheit geriet, soll sie nun aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden. Der Verein hofft, dass die Bastion u.a. als Rastplatz für Radwanderer genutzt wird. Eine touristische Aufwertung der Gegend - da viele Radfahrer auf dem Europaradweg R1, die in Richtung Templiner See, Caputh, Werder oder Geltow unterwegs sind - wäre wünschenswert. Desweiteren könnte die Bastion 2010 wieder als Ergänzung der Siedlung um den Schillerplatz und als erholsamer Ort zum Verweilen dienen.
Zur Zeit sind beim "Förderverein zum Wiederaufbau der Bastion am Schillerplatz e. V." Ein-Euro-Jobber damit beschäftigt, die Bastion Stein für Stein wieder auszugraben und in Archiven und Bibliotheken die Historie der Siedlung und des kleinen Bauwerks zu erforschen. Sie sprechen mit Anwohnern und Zeitzeugen und sorgen dafür, daß nichts in Vergessenheit gerät. Der Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden, den Spendenkatalog kann man über die Geschäftsstelle der WBG Potsdam-West, Schillerplatz 20, 14471 Potsdam, Telefon: 0331-9716990 erhalten.
(Der Text wurde vom Verein zur Verfügung gestellt und von mir gekürzt und bearbeitet.)
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17. Juli 2007
Und der Gundling mittendrin
"Den Alten Fritz kennt in Potsdam jedes Kind, man begegnet ihm bei vielen Veranstaltungen, sein Abbild wird als Logo für Firmen benutzt und die Figur ist allgegenwärtig. Es war also klar, dass als Maskottchen für die Erlebnis-Nacht eine andere Figur gefunden werden musste. Ein historische Bezug sollte schon sein, denn die Veranstaltung findet in der Barocken Potsdamer Innenstadt statt.
Nun gibt es in der Geschichte der Stadt viele Persönlichkeiten- welche sollte es sein? Ein guter Rat half dem Verein Potsdam mittendrin e.V.: An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Susanne Fienhold Sheen (www.visit-potsdam.de), eine Potsdamer Stadtführerin mit exzellenten historischen Kenntnissen. Von ihr kam der Tipp, sich doch einmal mit Jacob Freiherr von Gundling zu beschäftigen. Eine wahrhaft tragische Potsdamer Persönlichkeit! Und ein wahrhaft ergiebiger Tipp!"
Gern geschehen - man hilft, wo man kann! Und vielen Dank für das nette Dankeschön an die Organisatoren der 3. Potsdamer Erlebnisnacht. Termin: 28. Juli 2007. Und nun ab in die Innenstadt, denn Leben findet InnenStadt!
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15. April 2007
Verkehrseinschränkungen zum RBB-Lauf
Wer am kommenden Sonntag, den 22. April 2007 vorhatte, am Vormittag mit dem Auto nach Potsdam zu kommen oder gar mit seiner Reisegruppe im Bus eine Stadtrundfahrt zu unternehmen, muß sich auf starke Verkehrseinschränkungen gefaßt machen: Der 4. RBB-Lauf nimmt große Teile der Innenstadt und Babelsberg in Anspruch.
Hier gibt es die Streckenführung, der Lauf startet um 9.00 Uhr an der Glienicker Brücke, die auch Zielpunkt ist.
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1. Februar 2007
Fahren und Schieben und Büßen
Die Schlösserstiftung hat einige Strecken in ihren Parks zum Radfahren freigegeben. Aber Achtung: Es gibt Strecken zum Radfahren, sog. Schiebestrecken und Wege, auf denen man ein Fahrrad noch nicht einmal dabeihaben darf. Und es gibt Bußgelder, wenn man sich nicht daran hält! Mehr Informationen dazu hier.
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17. November 2006
Die Stadtführerin ist abwesend,
und zwar vom 18. November bis 5. Dezember 2006 - tut mir leid!
Sie meinen, in Potsdam zu leben wäre Urlaub genug? Mhm, das stimmt schon. Aber ein Teil meiner Familie lebt seltsamerweise nicht hier (noch nicht einmal in Europa), also ist eine größere Reise notwendig...
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19. Juli 2006
Potsdambild
Ich habe heute von einer neuen Website über Potsdam erfahren, sie heißt Potsdambild. Vieles Interessantes, am schönsten jedoch die Sammlung alter Fotos aus der Stadt, und zwar hier (deep link).
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30. April 2006
Frisch eingetroffen!
Potsdam antwortet habe ich die neue Rubrik auf meiner Website genannt, zu finden unter Extras. Ich dachte, es wäre schön für meine Leser, hier auf meiner Website auch die Gedanken anderer Potsdamer zu finden, andere Stimmen zu hören.
Und ja, natürlich, die Liste der Potsdamer, die auf meine Fragen antworten, wird noch länger werden. Und wenn es soweit ist, wird es vielleicht auch eine Liste von Potsdam-Besuchern geben, die ich durch die Stadt geführt habe und die ihre Antworten geben...
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20. April 2006
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4. April 2006
Zwei Euro für die Schönheit
Vor kurzem hat eine Gruppe, die mit mir durch den Park Sanssouci laufen wollte, es zum ersten Mal erlebt: Am Eingang an der Historischen Mühle wurde sie um freiwilligen Parkeintritt gebeten. Von sehr netten Menschen in wirklich sehr netten, na, sagen wir mal, historisierenden Uniformen. Und Hochtechnologie-Wanderschuhen des 21. Jahrhunderts. Aber das ist eine andere Geschichte...
Jedenfalls sind 2 Euro freiwilliger Parkeintritt pro Person, mit dem man hilft, dieses wunderbare Weltkulturerbe zu erhalten, nicht zuviel, oder? Doch für eine Gruppe von 50 Personen wären es ja dann 100 Euro...
Aber man einigte sich sehr freundlich auf eine geringere Summe, die Besucher erhalten für ihr Geld auch einen Plan des Parks und ehrliche Dankbarkeit für ihren Beitrag, und ich habe mir gleich eine Jahreskarte für 12 Euro gekauft. Ein Schnäppchen geradezu - denn wie oft im Jahr bin ich wohl im Park Sanssouci, was denken Sie?
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25. März 2006
Mit oder ohne Tageslicht
Neulich hatte ich eine Anfrage für eine Stadtführung ab ca. 16.00 Uhr im kommenden November, Mitte November besser gesagt. Kein Problem, oder? Oh doch - das Tageslicht! Mein erster Blick bei solchen Anfragen geht auf diese oder ähnliche Websites, die einen mit der Sonnenuntergangszeit versorgen.
Stadtführungen im Dunkeln sind zwar prinzipiell möglich, aber eben doch mit Einschränkungen. Und man sollte es eben wissen, und sich nicht von Dunkelheit überraschen lassen. Daran haben Sie bei der Planung Ihrer Stadtführung noch gar nicht gedacht? Müssen Sie auch nicht, ich denk' ja dran...
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9. August 2005
Vollsperrung
Informationen, welche Straßen in Potsdam derzeit (und bis Dezember - kein Scherz!) gesperrt sind, finden Sie übrigens hier.
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10. Juli 2005
Achtung Urlaub
Es tut mir leid für Sie, aber zwischen dem 11. Juli und dem 2. August bin ich im Urlaub. Und so weit weg, daß ich auch mein Mobiltelefon nicht dabei habe. Und auch meine Emails nur sehr selten lesen kann (und will, ähem).
Also: Sie können mir gern Anfragen schicken oder meine Mailbox vollsprechen, aber nur für Führungstermine ab dem 3. August 2005.
Die nächste öffentliche Führung in der Schiffbauergasse findet übrigens am 6. August 2005 statt, mehr Informationen dazu hier.
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kontakt@visit-potsdam.de
mobil: 0177-8805780
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