preußischblau

Das Potsdamer Weblog preußischblau: Aktuelles aus Potsdam und Notizen einer Stadtführerin.


 

26. Januar 2009

"Wer Geschichte nachbaut, muss ihr treu sein"

So lautet die Überschrift eines Artikels der FAZ zum Neubau des Landtages Brandenburg, der ja nun zumindest äußerlich in der Gestalt des alten Potsdamer Stadtschlosses erbaut werden soll.

Sehr interessant! Und der perfekte Nachtrag zu meiner Führung von gestern nachmittag, wo wir auch lange über dieses Thema gesprochen hatten. Der Link zu dem Artikel kam von einer Teilnehmerin dieser Gruppe - vielen Dank dafür!

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25. Januar 2009

Frauentag im Januar

Das war natürlich Zufall, daß ich es heute gleich mit zwei Gruppen zu tun hatte, die ausschließlich mit Frauen "besetzt" waren. Die Stadtrundfahrt am Vormittag für eine Gruppe vom einem Landfrauenverband aus der Nähe von Frankfurt/Main startete an der Glienicker Brücke; der Nebel hatte sich noch nicht aufgelöst, vom Schloß Babelsberg und der Sacrower Heilandskirche war also nichts zu sehen. Aber dann kämpfte sich doch die Sonne durch den Hochnebel, und bei unserem Ausstieg am Schloß Sanssouci fühlte es sich schon wie ein Vorfrühlingstag an - inklusive ordentlich Matsch auf des Königs Terrasse.

Die Grabplatte war wegen des königlichen Geburtstages am Tag zuvor völlig bedeckt mit Gaben der Besucher: Blumen, Kränze, Kartoffeln, ein Grablicht und sogar Bonbons lagen dort. Bonbons? Ja, das ist gar nicht so seltsam, wie man zuerst meint; Friedrich der Große galt als Freund alles Süßen...

Es ist übrigens immer wieder erstaunlich, wieviele Menschen familiäre Bindungen an Potsdam haben. Auch in dieser Gruppe war ein Opa einer Teilnehmerin Anfang des 20. Jahrhunderts als Soldat hier stationiert, eine andere Frau konnte sich lebhaft an ihre Großtante erinnern, die als Diakonisse im Oberlinhaus in Babelsberg lebte.

Nachmittags dann mit einer kleinen Gruppe Potsdamerinnen zu Fuß in der Innenstadt unterwegs, wobei sich herausstellte, daß es tatsächlich nur eine "wirkliche" Potsdamerin unter uns gab. Potsdamer und Potsdamerin im strengen Sinne ist nämlich nur, wer in der Stadt geboren ist, alle anderen sind "Eingeschmeckte", wie eine alte Dame aus der Seniorenresidenz Heilig-Geist-Kirche mir vor ein paar Jahren einmal sagte. Ich bin ja auch eine Eingeschmeckte, habe aber im Normalfall aufgrund meines Berufes doch einen gewissen Wissensvorsprung selbst vor den Eingeborenen.

Als wir nach der Führung noch in unser aller Lieblingscafé einkehrten, fragte mich der Besitzer, ob das denn nun wirklich so anders sei - "nur mit Frauen"? Ja, natürlich, war meine Antwort. Nur mit Männern aber auch!

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1. Januar 2009

Der Potsdamer Atlas zurück an seinem Arbeitsplatz

Ein gutes Neues Jahr Ihnen allen! Und ja, die Geschichte von der größten Weihnachtskugel war natürlich eine Lügengeschichte, aber eine schöne, darauf muß ich schon bestehen... Die Wahrheit ist, daß in Potsdam gern in der Adventszeit die Götter und Helden ihre angestammten Plätze wieder einnehmen: Vor vier Jahren war es die Göttin der Barmherzigkeit Caritas, die ihren Platz im Luftraum über der Stadt wiederfand - hier habe ich darüber berichtet.

In diesem Jahr kehrte nun der Atlas auf die Spitze des Alten Rathauses zurück, frisch vergoldet und stabilisiert. Aber nicht lange unbeschwert! Denn kaum hatte er festen Stand erreicht, wurde ihm auch seine Last zurückgegeben - eben diese "Weihnachtskugel", die ich hier am 24.12.2008 gezeigt hatte. Die Kugel symbolisiert übrigens nicht die Weltkugel, sondern den Himmel, den der mythologische Atlas zu tragen von Zeus verdammt wurde (hier gibt es mehr dazu).

Und eben dieser Potsdamer Atlas ist auch im neuen Logo des Fördervereins des Potsdam-Museums enthalten, in dem ich seit letztem Sommer endlich Mitglied bin.

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