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Das Potsdamer Weblog preußischblau: Aktuelles aus Potsdam und Notizen einer Stadtführerin.
28. April 2005
Langeweile-Maschinerie
Hab ich das gesagt? Tatsächlich, das hab ich: der Journalistin von der PNN, die diesen Artikel geschrieben hat.
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18. April 2005
Bärlauch im Weltkulturerbe oder Ein perfekter Vormittag
Wenn es April ist und die Sonne scheint und der Vormittag frei von Terminen ist, dann wäre es doch schön, nach Bornstedt zu fahren, im noch menschenleeren Krongut Kaffee zu trinken und belegte Brote zu essen und dabei aufzupassen, daß die zahmen Spatzen einem nicht auf der Stulle landen. Danach könnte man die geheimzuhaltene Bärlauch-Stelle im Weltkulturerbe aufsuchen, mit ein paar Handgriffen einen Korb mit frischen Blättern füllen und dabei einen Hasen aufscheuchen. Oh ja, ein Hase, kein Kaninchen, aber zu schnell für ein Foto.

Und weil es noch so früh am Tag ist und so schön und sich hierher ja nie so viele Menschen verirren, würde man beschließen, das nahegelegene Klausberg-Belvedere seiner Bestimmung zuzuführen und von dort die schöne Aussicht zu genießen.

Auf dem Weg dorthin könnte man an einem Veilchen riechen und - oh Frevel, weil natürlich verboten - eine Blüte aufessen. Einem Buntspecht aus erschlichener Nähe beim Arbeiten zusehen. Eine Tulpe entdecken - das muß eine Wildform sein, ach, es gibt wilde Tulpen hier, gibt es eigentlich wilde Tulpen? Hinter dem nächsten Busch Milchsterne in Matten, soviel ist sicher, Kleiberrufe, Gänseblümchen und faulenzende Eichhörnchen. Zur Orangerie noch, ja? Ach ja, warum nicht, auch, wenn die oberste Lage Bärlauchblätter im Korb langsam schlaffer wird. Seltsame Tiere gibt es hier, sogar Drachen.

Vor der Orangerie Stiefmütterchenduftwolken und immernoch kein Mensch, im vergessenen Garten dahinter der Kopf einer Göttin, die Dame blickt streng, die Straße hinter ihr führt zurück ins italienische Dorf, auf dessen Hauptstraße Sir William gerade seinen Frühlingsspaziergang macht und sich vom Eierlegen erholt.
Noch schnell ein Brot gekauft in der Hofbäckerei, hier ist der König im Angebot: Holzofenbrot "Alter Fritz" zwei Euro fünfzig, das Mehl kommt aus der Historischen Mühle an seinem Sommerschloß. Und nun hätte man ein Brot und frischen Bärlauch und jetzt müßte man doch noch arbeiten und Kräuterbutter herstellen, ein Glas Pesto wird auch noch draus - war ja ein ganzer Korb voll - und dann hätte man Bärlauchbutterbrote zum Mittagessen und einen perfekten Frühlingsvormittag in Potsdam.
Ob ich denn auch noch manchmal privat in die Parks gehen würde, hat mich einmal einer meiner Gäste gefragt...
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12. April 2005
Lesen! gucken
Der Potsdamer Günther Jauch wird heute abend in der ZDF-Sendung Lesen! ein Buch über Emmi Bonhoeffer vorstellen. Das freut besonders zwei weitere Potsdamer, die Herausgeber nämlich: Autorin Sigrid Grabner und Publizist Hendrik Röder, der als Geschäftsführer das Brandenburgische Literaturbüro leitet.
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11. April 2005
Potsdamer Gedenkwoche zum 14. April 1945
Am 14. April 1945 wurden, kurz vor Kriegsende, große Teile der Potsdamer Innenstadt bei einem britischen Bomberangriff zerstört. Zum 60. Jahrestag gibt es in Potsdam eine Woche des Gedenkens mit verschiedenen Veranstaltungen. Auf der Website der Stadt können Sie den Flyer als pdf-Datei herunterladen, aber auch auf der Seite der Garnisonkirche finden sich alle Termine.
Morgen abend zum Beispiel werden im Theaterhaus am Alten Markt Zeitzeugen des Bombenangriffes über ihre Erinnerungen sprechen, Beginn ist um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei.
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8. April 2005
John Barnett ist zurück in der Schiffbauergasse

Heute war Schiffstaufe am ehemaligen Gaswerkskai: Für die Betreiber des neuen Restaurantschiffes ist ein Traum in Erfüllung gegangen, und Potsdam hat endlich eine Gastronomie in der Schiffbauergasse. Vom Oberdeck geht der Blick entweder über den Tiefen See zum Babelsberger Park oder über die größte Bau- und Schaustelle Potsdams, wo unter anderem das neue Potsdamer Theater gebaut wird.
Rechtzeitig zur Taufe schien die Sonne und die Baubeigeordnete der Stadt, Frau Elke von Kuick-Frenz gab sich alle Mühe, dem Schiff mit Champagner Glück zu wünschen. Aber die Flasche zerbrach nicht an der Schiffswand des historischen Lastkahns, sondern löste sich und fiel - unzerstört und gut verkorkt - ins Wasser des Tiefen Sees. Nein, nicht doch, das ist kein schlechtes, sondern ein gutes Zeichen für die Solidität des Schiffes, das damit auch für großen Besucheransturm sehr gut gerüstet ist.
Weshalb das Schiff John Barnett heißt? Kommen Sie zu einer meiner Führungen über das Areal, das nächste Mal am 7. Mai - dann erzähle ich Ihnen die Geschichte...
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kontakt@visit-potsdam.de
mobil: 0177-8805780
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