preußischblau

Das Potsdamer Weblog preußischblau: Aktuelles aus Potsdam und Notizen einer Stadtführerin.


 

24. Mai 2004

Stimme und Bildung

Gestern, auf der stürmischen und proppevollen Terrasse von Sanssouci, lobte eine Frau aus meiner Gruppe meine erfolgreiche Stimmbildung. Sie sei Logopädin und ich solle doch ihrer Kollegin hier in Potsdam einen schönen Gruß und ein Kompliment für ihre Arbeit bestellen. Sie hätte sehr gute Arbeit geleistet, meine Stimme wäre sehr gut ausgebildet, laut, klar und unangestrengt.

Ähem. Naja. Also: Danke! Aber ich habe gar keine Stimmbildung durchlaufen. Die Logopädin verblüfft - ich geschmeichelt. Dann fragt sie noch, wie ich mit der Stimme durch den kalten Winter komme, und ich verrate ihr mein kleines Hilfsmittel: die Stadtführerinnen-Spezial-Teemischung, die ich in einer kleinen Trinkflasche immer mitführe. Zu gleichen Teilen Salbei, Melisse und Kamille, sechs Minuten ziehen lassen. Oh, sehr gut, sagt die Logopädin und: Befeuchten ist sehr wichtig!
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18. Mai 2004

Tanzen!

Ab morgen bis zum 30. Mai finden die 14. Potsdamer Tanztage in der fabrik auf dem Areal der Schiffbauergasse statt:

"Die internationalen Gäste der fabrik Potsdam bieten einen Ausschnitt aus der atemberaubenden Fülle ihrer Kreativität. Solisten und Ensembles präsentieren in der fabrik Potsdam ihre neuesten Produktionen, bitten in Gesprächsrunde hinter die Kulissen und lassen sich in Workshops in die Karten schauen. Tanzaufführungen laden zu einer Reise in die Gegenwartskunst Deutschlands und fremder Länder wie z.B. Frankreich, Spanien, Kanada, Tschechien, Norwegen, Rußland ein."
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17. Mai 2004

Aus meiner Post:

Sehr geehrte Frau Fienhold Sheen,
wir hatten das grosse Vergnügen, am Samstag von Ihnen über das Gelände der Schiffbauergasse geführt zu werden. Es war tatsächlich ein Vergnügen (trotz des Regens) und eine echte Bereicherung! Wir haben viel gelernt und hoffen, irgendwann ins neue Theater gehen zu dürfen. Denn was wir gesehen und gehört haben, stimmt uns nun optimistischer. Ihnen nochmals vielen Dank.


"Trotz des Regens", steht in der Email. Strömender Regen! Wie aus Eimern! Aber 25 Leute waren am Sonnabend wild entschlossen, sich über das Areal der Schiffbauergasse führen zu lassen. Es gibt kein schlechtes Wetter, riefen sie. Und: Da hinten wird's schon heller! Oh ja, es wurde heller, das hat aber den Regen nicht gestört...

Vielen Dank für das Lob!
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14. Mai 2004

Schiffbauergasse, chinesische Art

Nachdem ich heute eine Gruppe chinesischer Gäste bei einem Sondertermin über das Areal Schiffbauergasse geführt habe, ist morgen wieder der Termin für eine öffentliche Führung. Seit einer Woche ist ja auch die Ausstellung zum Standort geöffnet, so daß Sie sich im Anschluß an die Führung noch Fundstücke und Visionen ansehen können - zusammengetragen von Studenten der Fachhochschule Potsdam.

Besonders beeindruckt übrigens waren meine Gäste aus China darüber, daß es die Idee einer Handvoll junger Leute war, die Schiffbauergasse (nicht nur) für Kultur zu erschließen und damit den Potsdamern einen Teil der Stadt zurückzugeben, der ihnen sehr lange verschlossen war. Eine Idee "von unten" also, nicht von oben verordnet... Und auch das letzte höflich-skeptische Gesicht hellte sich auf, als wir am ehemaligen Gaswerkskai angekommen waren: Die Lage am Tiefen See mit Blick zum Babelsberger Park ist einmalig. Und gibt schließlich auch einen schönen Hintergrund für die notwendigen Erinnerungsfotos.

Und ich war besonders beeindruckt, als mir beim Abschluß der Führung Geschenke überreicht wurden; ich besitze nun ein wunderschönes Tuch aus chinesischer Seide. Und ein Fläschchen Narzissen-Tinktur, die ein Wundermittel gegen juckende Mückenstiche sein soll. Sie glauben ja nicht, wie nützlich so etwas in der Wasserstadt Potsdam im Hochsommer ist...

Ach, und noch eine kleine Anmerkung: Nein, leider, ich spreche nicht Chinesisch. Die Gruppe war in Begleitung einer ganz wunderbaren Dolmetscherin, der ich auf diesem Weg noch einmal herzlichen Dank für die Zusammenarbeit sage!

PS: Schöne Grüße auch an die Stadtverwaltung, den Sanierungsträger, die Kulturhauptstadt GmbH und Martin Schmidt-Roßleben, dem städtischen Beauftragten für die Schiffbauergasse: Ein Theater direkt am Wasser in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Abteilung von Oracle und einem VW-Designzentrum - das hat tiefen Eindruck hinterlassen. Und daß Potsdam mit der "Bühne Schiffbauergasse" eine gute Chance hat, Kulturhauptstadt Europas zu werden, spricht sich jetzt gerade auch in Shanghai herum. Klappern gehört zum Handwerk, nicht wahr?!
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5. Mai 2004

Ausstellungseröffnung in der Schiffbauergasse

Kommenden Freitag, den 7. Mai 2004 wird um 15.00 Uhr eine Dauerausstellung zum Areal Schiffbauergasse eröffnet. Ab 8. Mai 2004 wird die Ausstellung immer mittwochs bis sonntags zwischen 12 und 18 Uhr geöffnet sein, der Eintritt ist frei.

Sie finden die blauen Ausstellungscontainer, wenn Sie hinter der großen gelben ehemaligen Garde-Husaren-Kaserne an der Berliner Straße rechts in die Schiffbauergasse und dann noch einmal rechts vor dem Waschhaus einbiegen.

Die Ausstellung ist eine gute Möglichkeit, den Standort auf eigene Faust zu erkunden und etwas über die Geschichte und die Pläne für dieses einzigartige Areal zu erfahren. Und falls Sie doch eine Führung über das Gelände wünschen - hier finden Sie Informationen und Termine.
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4. Mai 2004

Keine Finsternis

Das ist so gemein! Der Himmel ist dick bewölkt. Den ganzen Tag war es schön, jetzt ist das so gemein! Ich will die Mondfinsternis sehen! Na los!
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3. Mai 2004

Bilder vom Laufen

Vom RBB-Lauf am 2. Mai hier ein paar Bilder:
ein Kilometer nach dem Start in der Berliner Straße, Ecke Mangerstraße
Diese Läufer hatten schon einen von insgesamt 14 Kilometern geschafft. Und auch, wenn das auf dem Foto nicht so aussieht: Es waren über 4.500 Teilnehmer am Start!
an der Glienicker Brücke warten alle auf die ersten Läufer im Ziel
Start: Glienicker Brücke Richtung Potsdam. Ziel: Glienicker Brücke aus Richtung Berlin. So viele Menschen gab es hier das letzte Mal wohl zur großen Silvesterfeier 1989/90, knapp zwei Monate nach dem Mauerfall und der Öffnung der Brücke.
der Zieleinlauf auf der Mitte der Brücke
Das Ziel, mitten auf der Brücke, auf der Grenze zwischen den Gemeinden Berlin und Potsdam - mehr Grenze gibt es hier heute nicht mehr. Alles wartet auf den ersten Läufer, der nach knapp unter einer Stunde dann auch kam.
die Kamera mit dem Überblick
Und weil es ein RBB-Lauf war, war der RBB natürlich auch da.
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