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Das Potsdamer Weblog preußischblau: Aktuelles aus Potsdam und Notizen einer Stadtführerin.
31. Januar 2004
Es gibt kein schlechtes Wetter
Nur falsche Kleidung. Ja ja. Aber Gästen, die bei Schauerwetter die Regenschirme zugeklappt lassen und tapfer durch Schneematsch und Pfützen stapfen, kann man schon mal Bewunderung aussprechen, oder? Warum sie ihre Regenschirme nicht benutzten? Wenn 29 Leute unter Regenschirmen stehen, dann hört die erste Reihe alles und alle dahinter hören nichts.
Mit dabei heute in der Schiffbauergasse auch eine über achtzig Jahre alte Frau, die sich - zusammen mit einigen anderen Gästen - anschließend auf dem Restaurantschiff von Huse und Lambrecht ein großes Stück Bienenstich mit Sahne zum Kaffee gönnte. Ihr lakonischer Kommentar auf unsere Komplimente, sich bei solchem Wetter zu einer Führung vor die Tür zu wagen: Was interessiert mich das Wetter? In meinem Alter geht's nur noch um Neugier. Ich sags ja...
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29. Januar 2004
Schiffbauergasse im Schnee
Falls das Wetter hält, werde ich am kommenden Sonnabend mit meinen Gästen das erste Mal im Schnee über das Areal der Schiffbauergasse gehen. Die Bucht des Tiefen Sees dort ist auch zugefroren...
Und bei dieser Gelegenheit: Es gibt bis jetzt (Donnerstagabend 21.30 Uhr) schon 25 Anmeldungen. Bei ca. 30 werde ich die Liste schließen, weil erfahrungsgemäß zwischen 15 und 20 Personen auch noch unangemeldet kommen. Alle anderen vertröste ich auf die nächsten Termine, die wie immer hier zu finden sind.
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Potsdamer Köpfe
halten Vorträge. Oder es gibt Vorträge zu Potsdamer Köpfen. Mehr Informationen dazu hier.
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20. Januar 2004
Die Kohlenfischer von Potsdam
Auf Potsdamer Stadtgebiet gibt es heute noch einen Fischereibetrieb: Weber & Winkler an der Großen Fischerstraße, um die Ecke steht der Nachbau der Heiliggeistkirche. Man gelangt durch eine kleine Holztür im Rest der früheren Potsdamer Stadtmauer auf ihr Betriebsgelände, dort wird frischer und geräucherter Fisch verkauft.
Die beiden Fischer erzählten, daß sie zu DDR-Zeiten, damals noch beschäftigt in der PGH Binnenfischerei, zum Gaswerkskai an der Schiffbauergasse gefahren sind, um dort beim Entladen der Schiffe ins Wasser gefallene Kohlen herauszufischen. Die Kohlen wurden getrocknet und als "Beifang" an die Potsdamer verkauft. Ein durchaus lohnendes Nebengeschäft damals. Und eine schöne Geschichte heute.
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16. Januar 2004
Elo Sambo, Kesselpauker
Eine Ausnahme des Leib-Garde-Husarenregiment waren die Schwarzafrikaner als Kesselpauker. Der Letzte dieser stolzen Einheit war der aus Kamerun stammenden Elo Sambo. Dieser Elo (Wilhelm) Sambo wurde am 1. April 1885 in Jaunde (Kamerun) geboren. Im Jahre 1891 brachte ihn der damalige Rittmeister Stolzenburg nach Deutschland. Am 1. 10. 1905 trat er als Zweijähriger Freiwilliger in die 4. Kompanie des Eisenbahner-Regiments Nr. 1 ein.
Seine Versetzung zur Leib-Eskradon des Leib-Garde-Husaren-Regiments erfolgte am 28. 09. 1907, wo er zum Kesselpauker ausgebildet wurde. Schwarze Hautfarbe, Schimmel und ponceaurote Attila - dies entspricht den deutschen Nationalfarben. Nach Teilnahme am ersten Weltkrieg und bis 1923 im 4. Reiter-Regiment (preußisches) wurde er mit 18 Dienstjahren entlassen. Bis zu seinem Tode spielte er seine Kesselpauke bei zahlreichen vaterländischen Gedenkfeiern und Feierstunden. Im Juli des Jahres 1933 verstarb er ohne je seine Heimat wieder gesehen zu haben. Beerdigt auf dem Kölner Südfriedhof. Ein Kranz "seines" Kaisers senkte sich auf seinem Grab. Dies zeigt die Verbundenheit des abgesetzten Kaisers für sein Regiment und seinem Kesselpaukers.
Zitat gefunden auf der Website www.gardehusar.de
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15. Januar 2004
Abend über Potsdam
Neusachliche Coolness ist einer ahnungsvoll-ernsthaften Ruhe gewichen, die von einer verhaltenen Melancholie durchzogen wird. Ton- und reglos sitzen fünf junge Großstädter im Abend über Potsdam (1930) auf einem Dachgarten beieinander. Ein unbestimmtes, unbestimmbares Warten beherrscht das kollektive Versunken-Sein, die Stimmung bleibt diffus. Ist alles gesagt? Oder fehlen die Worte? Vor der zeitpolitischen Folie erhält die Zusammenkunft in der Stunde des Übergangs von Tag zu Nacht geradezu symbolhaft-visionären Charakter, ja kann als eine moderne allegorie réelle der Gestimmtheit jener Generation gelesen werden, die man später als die "verlorene" bezeichnen wird. Quelle
Das Museum Ephraim Palais in der Poststraße in Berlin-Mitte zeigt noch bis zum 1. Februar 2004 eine Ausstellung mit Bildern der Malerin Lotte Laserstein. Darunter auch das Bild mit dem Titel Abend über Potsdam von 1930, daß sich in Privatbesitz in Großbritannien befindet.
Und nun schauen Sie sich das Bild doch einmal an und sagen Sie mir, wo in Potsdam sich diese Dachterrasse befindet, auf der die Personen sitzen? Es scheint mir, es müßte in der Berliner Vorstadt sein, wenn man das Panorama der Stadt im Hintergrund betrachtet. Oder? Irgendein Hausbesitzer da draußen, der seine Dachterrasse wiedererkennt?
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12. Januar 2004
Mit dem Wassertaxi ins Theater
Das ist eine der Lieblingsvisionen von Martin Schmidt-Roßleben, dem Beauftragten für die Schiffbauergasse, und so lautet die Überschrift eines Artikels in der PNN von heute. Ein Journalist und ein Fotograf waren bei meiner Führung am letzten Sonnabend dabei.
Meine Gäste schmunzelten darüber; aber was in Venedig funktioniert, könnte doch auch in Potsdam...? Ich teile den Optimismus, der sich in solchen, ja vielleicht noch ein wenig verrückt klingenden Ideen ausdrückt. Warum auch nicht? Wenn ein Wikingerschiff als Fähre auf dem Jungfernsee verkehren kann - na also!
Teilten die Teilnehmer der Führung weitgehend den Optimismus von Susanne Fienhold, so kamen ihnen bei der Ankündigung, auch das "Zentrum für Kunst und Soziokultur" solle bis 2006 fertig gestellt werden, doch Zweifel, steht in dem Artikel.
Wir wissen doch, wie die Haushaltslage der Stadt aussieht, sagte einer meiner Gäste. Da hat er dann auch wieder recht.
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11. Januar 2004
Karten für die Schlössernacht sind ausverkauft
Das glauben Sie nicht? Lesen Sie hier.
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9. Januar 2004
Es war einmal ein Baum in Potsdam...
mit einem seltsamen Namen: Am 9. Januar 1949 fiel die Potsdamer Bittschriftenlinde. Mehr dazu finden Sie hier. Und dort findet sich auch dieses Zitat einer Bittschrift:
Martin Sadofsky von der Leib Compagnie bittet allerunterthänigst für seinen Schwager den Schlosser Gesellen Kristoph Müller. Ew. Königl. Maj. möchten die hohe besondere Gnade für ihn haben und dem Potsdamschen Schlößer Gewerk, welches 3 kostbahre Meister Stücke so nicht gleich employiert werden können von ihm zumachen verlanget, ernstlich zu bestellen laßen, denselben gegen Verfertigung eines Meister Stücks, so im Bau gebrauchet werden könne, zum Mit-Meister anzunehmen und ihn weiter keine ohnnöthige Kosten zu verursachen, indem er von wenigen Mitteln und noch dazu eine hiesige arme Schloßer Wittwe zu heiraten gesonnen ist.
Offenbar hat der König verstanden, worum er da gebeten wurde. Ich tu's nicht...
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8. Januar 2004
Keine Anmeldungen für Führung Schiffbauergasse am 10. 1. 2004 mehr möglich!
Da bis jetzt schon wieder 32 Anmeldungen für die Sonderführung Schiffbauergasse am kommenden Sonnabend, den 10. 1. 2004 vorliegen, bitte ich alle Interessierten herzlich darum, einen späteren Termin zu wählen. Erfahrungsgemäß kommen (leider oder zum Glück) auch immer unangemeldete Besucher zu den Führungen. Und die Reichweite meiner Stimme ist eben begrenzt...
Die nächsten Termine für Führungen über das Areal der Schiffbauergasse sind der
31. Januar
21. Februar
13. März.
Und auch danach wird es regelmäßige Termine geben - diese werden demnächst feststehen und sind dann auch wieder hier bei mir bzw. auf der Website der Schiffbauergasse und in der Tagespresse nachzulesen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Ende der Durchsage.
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1. Januar 2004
Ein gutes Neues Jahr Ihnen allen! Visit Potsdam 2004!

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mobil: 0177-8805780
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