Hamburg hat sein Alstervergnügen, Potsdamer versammeln sich, wenn die Eisdecke zuverlässig trägt, auf dem Heiligen See. Es gibt Wurst und Glühwein; Eishockeyspieler, die sich kleine Spielfelder vom Schnee freiräumen; Schlittschuhläufer, die der Schneekruste auf dem Eis trotzen; Langläufer, die in weiten Schritten den See überqueren; Kinder, Kinder, Kinder; große und kleine Hunde und sogar Radfahrer. Und ein Schloß, das als Sommerresidenz erbaut wurde, aber am zugefrorenen See vielleicht seinen größten Reiz entfaltet, das Marmorpalais:
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Peter Wilde: “Von Ferne und Nähe”
Peter Wilde starb im Sommer 2010, er war und ist einer der bekanntesten Maler Potsdams, in dessen Werk sich aber nicht nur Potsdam-Sujets finden. Er gehört zu einer Generation von Potsdamer Künstlern, die ihren Weg auch im Potsdam der DDR-Zeit gegangen sind und der oft so bedrückenden Atmosphäre der Stadt in diesen Jahren ihre Bilder entgegensetzten. Vom 4. März bis 15. April wird es nun im Haus “Im güldenen Arm” eine Ausstellung mit Werken Peter Wildes aus seinem Nachlaß und Privatsammlungen geben.
Auf einer Website, die jetzt eingerichtet wurde, kann man einige Bilder von Peter Wilde nun auch online anschauen. Und dort sind auch die Gedanken des Kurators – seines Stiefsohnes – zu lesen, hier ein kleiner Auszug:
“Lange, lange Zeit war es die Villa Rumpf, auf die sich der Blick richtete, immer wieder richtete. Sie war das Epizentrum langer Jahre von Peters Kunst. Denn Peter war ein tiefe Wurzeln schlagender Mensch, wie sein Garten mit seinen Steinen und Bonsais. Meine Mutter sagte gern, dass seine Sturheit von seinem Element herkäme, der Erde. Erde, Pflanzen, bewegen sich nicht, jagen nicht, sie bleiben auf dem Fleck, schlagen dort Wurzeln und gedeihen. Dort, am Heiligen See, war die Erde gut.”
Haus “Im Güldenen Arm”, Hermann-Elflein-Straße 3, Öffnungszeiten der Ausstellung sind Mittwoch bis Sonntag jeweils 12 bis 18 Uhr. Die Ausstellunseröffnung findet am 4. März um 15 Uhr statt.